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Prophylaxe

Karies und Parodontitis mit ihren Folgeschäden verursachen hohe Kosten. Das Sozialversicherungssystem belohnt leider nur die Reparaturen. Lebensbegleitende Vorsorge heißt jedoch, als die vom Gesetzgeber angebotenen Leistungen auf “Chipkarte” in Anspruch zu nehmen. Gerade bei der Prophylaxe tragen Sie Verantwortung, ist Ihre Eigeninitiative gefragt; so sichern Sie sich dauerhafte gesundheit, Ästhetik, Selbstbewusstsein und ein gutes Lebensgefühl mit eigenen, gesunden Zähnen. Die moderne Zahnmedizin kennt fantastische Möglichkeiten. Sichern Sie sich diese mit dem Ziel:

Gesunde Zähne ein Leben lang!

Prophylaxe heißt Vorbeugung
Wir möchten, dass Ihre Zähne gesund bleiben und dass Sie auch Ihr Leben lang möglichst mit eigenen und schönen Zähnen lachen können. Deshalb nutzen wir die Möglichkeit, Hand in Hand zu arbeiten. Jeder übernimmt seinen Teil für die Zahngesundheit verantwortungsbewusst.

Konsequente häusliche Mundhygiene und zahngesunde Ernährung

Die noch weichen Zahnbeläge können Sie bei der täglichen intensiven Zahnpflege mit den entsprechenden Hilfsmitteln “wegputzen”.
Bei all Ihrer täglich aufgewendeten Mühe ist jedoch der Erfolg nicht hundertprozentig. In schwer zugänglichen Nischen und Zahnzwischenräumen können Sie die Zahnbeläge nicht entfernen. Um gesund zu bleiben, benötigen Ihre Zähne deshalb zusätzlich eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung. Diese professionelle Zahnreinigung wird un unserer Praxis mit High-Tech-Geräten zwei- bis viermal jährlich durchgeführt. Schmerzfrei und schnell machen wir Zahnbelägen aller Art ein Ende.
Dies ist die Basis unserer Prophylaxe.

Mindestens zweimal jährlich

Es ist durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt, dass eine professionelle Zahnreinigung mindestens aller sechs Monate als Basis der prophylaktischen Arbeit in Verbindung mit einer systematischen häuslichen Mundpflege erfolgreich sein kann, um Zähne und Zahnhalteapparat gesund zu erhalten.

Als Profis lösen wir auch schwierige Fälle

Vor der professionellen Zahnreinigung wird die Plaquemenge und auch die Blutungsneigung festgestellt. So machen wir die Risikobereiche Ihrer Zähne auch für Sie sichtbar und erleichtern damit die individuelle Reinigung dieser Bereiche. Alle harten und weichen Zahnbeläge werden dann mit professionellen Hilfsmitteln entfernt. Unser Air-Flow kann dabei zum zum Einsatz kommen. Mit einem Luft-Pulver-Wasser-Gemisch werden schonend, schnell und schmerzlos hartnäckige Verfärbungen und Zahnbeläge entfernt. Danach werden alle Zanflächen gründlich poliert, da sich auf glatten Oberflächen neuer Zahnbelag nur schwer festsetzen kann. Die abschließende Maßnahme ist eine umfangreiche Fluoridierung der Zahnoberflächen, um die Widerstandskraft gegen schädliche Bakterien zu erreichen. Der durchsichtige Fluorlack wird mit einem Pinsel aufgetragen. Damit wird einer Kariesentstehung vorgebeugt, Bakterien die Anlagerung an ihre Zahnoberfläche erschwert und ihre Zähne und Zahnfleisch geschützt.

Zahnbelag

Auf jedem Zahn bildet sich relativ schnell der Zahnbelag. Die Menge und Zusammensetzung des Belages ist abhängig von den Ernährungsgewohnheiten und vom biologischen Milieu im Mund. Der Zahnbelag entsteht in mehreren Schritten:

  • leicht abspülbare Speisereste
  • gelblich-weißer Belag, der nur mit der Zahnbürste zu entfernen ist und aus Bakterien und Zellresten besteht
  • die “Plaque”, ein festhaftender, zäher und klebriger, fast unsichtbarer Zahnbelag.

Milliarden von Bakterien bilden schädliche Stoffe, wenn die Plaque längere Zeit auf der Zahnoberfläche verbleibt. Diese Stoffe entkalken die Zahnsubstanz (Karies!) und bewirken Zahnfleischentzündungen. Wenn der Zahnbelag nicht regelmäßig und gründlich entfernt wird, kann er sich ungestört – wie ein Keil – zwischen Zahnfleischrand und Zahn schieben. Dadurch bilden sich Zahnfleischtaschen. Diese Entwicklung wird begleitet von einer noch milden Zahnfleischentzündung, trotzdem entstehen in den Zahnfleischtaschen harte Beläge (“Konkremente”). Dies ist der Beginn der Zahnbetterkrankung Parodontitis.
Durch häusliches Zähneputzen oder andere Maßnahmen können die fest auf dem Zahn haftenden Zahnbeläge, der Zahnstein oder die Konkremente nicht ausreichend entfernt werden. Auch fest haftende, stark verfärbte Beläge bei Rauchern, Kaffee- oder Teetrinkern sehen unschön aus und sind kaum zu entfernen.
Mit einer professionellen Zahnreinigung ist die günstigste Reinigung aller Zahnflächen, die Beseitigung von Verfärbungen und eine Entfernung aller hartnäckigen Beläge auch aus den Zahnfleischtaschen möglich.

Fissuren-Versiegelung

fissurIn der Tiefe der Fissuren bildet sich besonders leicht und meist unbemerkt Karies.
Die Kauflächengrübchen sind mit ihren Eingangstrichtern und unterschiedlich breiten und tiefen Einziehungen und Furchen geschützte Lebensräume für kariesverursachende Bakterien. Der Zahnbelag in der Tiefe dieser Kauflächengrübchen wird durch die Zahnbürste nicht entfernt. Trotz guter Mundhygiene können die Bakterien die Zahnzerstörung dort ungehindert durchführen. Die Kauflächengrübchenkaries ist die häufigste kariöse Erkrankung des Menschen.
Selbst beim Zähneputzen dringen die Borsten der Zahnbürste nicht bis in die Tiefen der feinen Fissur vor.
Die Kariesanfälligkeit wird nachhaltig durch die Versiegelung der Kauflächen verhindert. Die in die Grübchen eingebrachten Fissurenverriegler verhindern das Eindringen der Bakterien und unterbrechen deren Nahrungskette.

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Wie werden die Fissuren versiegelt?

  • Die Kauflächen der Zähne werden mit einem besonderen High-Tech-Gerät (Air-Flow) gereinigt.
  • Eine weitere spezielle Aufrauhungsbehandlung und Haftvermittlung bilden die Grundlage, um das Versiegelungsmaterial innig mit dem Zahn zu verbinden.
  • Das aufgetragene Versiegelungsmaterial wird mit einem speziellen Licht gehärtet.

Noch nach zehn Jahren kann das Versiegelungsmaterial erhalten sein. Die Fissurenversiegelung kann an allen Zähnen durchgeführt werden, die noch nicht von Karies befallen sind. Die Behandlung ist einfach und schmerzlos.

Fluoride

Fluoride sind Salze des überall in der Natur vorkommenden Elementes Fluor. Im menschlichen Organismus ist Fluorid ein lebensnotwendiges Spurenelement, das sich vor allem im Skelett findet. Für den Menschen optimal wäre eine Zufuhr von rund 1 Milligramm Fluorid pro Tag. Durch unsere Ernährung nehmen wir aber nur rund 0,3 Milligramm auf, da unser Trinkwasser – im Gegensatz zum Meerwasser – zuwenig Fluorid enthält.
Fluorid spielt eine wichtige Rolle bei der Gesunderhaltung der Zähne. Karies beginnt damit, dass Säuren einen Bestandteil des Zahnschmelz – Hydroxylapatit – herauslösen; sind während dieses Prozesses Fluorid-Ionen vorhanden, so wird der Hydroxylapatit ganz einfach durch den widerstandsfähigeren Fluoridapatit ersetzt. Mit anderen Worten: Der beginnende Kariesschaden wird «repariert». Fluoride sind also vor allem im direkten Kontakt mit dem Zahn wirksam.
Fluorid ist also wichtiger Bestandteil der Kariesvorbeugung und als solcher in unterschiedlichen Verbindungen in meist jeder Zahnpasta enthalten.
Fluoride

  • verhindern die Auflösung (Demineralisierung) der Schmelzkristalle
  • fördern die Remineralisierung des Zahnschmelz und machen ihn damit widerstandsfähiger gegen Säureangriffe
  • hemmen zusätzlich die Säureproduktion der kariesverursachenden Bakterien

Fluorverbindungen (Fluoride) bieten einen unübertroffenen Schutz vor Karies. So hemmen die Fluoride die Entkalkung der Zahnoberfläche nach einem Säureangriff aus der Nahrung oder dem bakteriellen Zahnbelag und fördern bei ständiger Verfügbarkeit in geringer Dosis aus dem Speichel und Kalziumfluorid-Depots in den obersten Zahnschmelzschichten die Remineralisation des Zahnes.

Fluoride werden heute den meisten Zahnpasten zugesetzt, dazu werden unterschiedliche Verbindungen genutzt.

  • NaF – Natriumfluorid verbindet sich in Zahnpasten mit den darin enthaltenen Putzkörpern aus Kalziumkarbonat bzw. Kalziumphosphat zu dem schwerlöslichen Salz, dem Kalziumfluorid. Damit ist es bei diesen Kombinationen nicht mehr in ausreichender Menge frei verfügbar.
  • Na-MFP – Natriummonofluorphosphat ist die heute gebräuchlichste kariesprophylaktische Wirkkomponente. Es bleibt trotz der Reaktion mit Putzkörpern weiter löslich und gibt reaktive Fluoridionen ab.
  • SnF – Zinnfluorid wird meist in Kombination mit anderen Fluoriden benutzt. lm Langzeittest zeigte Zinnfluorid eine starke Hemmung der Kariesaktivität, wenn es gemeinsam mit Aminfluoriden angewendet wurde. Nachteile bei der Verwendung in Zahnpasten sind die schlechte Stabilität und mögliche Verfärbungen auf den Zähnen, welche sich allerdings von einer Prophylaxehelferin leicht wieder entfernen lassen.
  • AmF – Aminfluorid Organische Moleküle zeichnen sich durch eine gute Diffusion in den Schmelz aus: Man benutzt diese Moleküle als “Fluoridschlepper” zum Transport von Fluoriden in tiefer liegende Schmelzschichten. Gegenüber anderen Fluoriden zeichnen sich die Aminfluoride durch eine ausgeprägte Tiefenwirkung und höhere Anreicherung von Fluoridionen in den Schmelzaußenschichten und die stärkste Herabsetzung der Säurelöslichkeit des Schmelzes aus. Die komplexere Struktur sorgt für eine vierfach längere Verweildauer am Zahn. Aminfluoride hemmen die bakteriellen Ablagerungen, die säurebildenden Bakterien und insbesondere die kariesauslösenden Bakterien. Sie verzögern auch den gefährlichen Abfall des pH-Wertes über einen Zeitraum von bis zu 6 Stunden (NaF= 1 Stunde).

Fluoridspüllösungen enthalten höhere Fluoridanreicherungen und sind empfehlenswert zu unterstützenden Kariesvorsorge besonders bei hohem Kariesrisiko. Täglich verwendet leisten sie einen hohen Beitrag zum Kariesschutz.

Fluorid-Gels sind ebenfalls höher konzentriert und sollten nicht mehr als einmal pro Woche statt Zahnpasta verwendet werden Der niedrige pH-Wert dieser Gels unterstützten den Austausch von Schmelzmineralien und Fluorid, kann bei zu häufiger Anwendung jedoch dem Zahnschmelz schaden. Am besten werden diese Gels mittels individuell angefertigter Kunststoff-Schienen verwendet, die man über die Zahnreihen stülpt.

Fluoridiertes Speisesalz: Fluorid ist ein essentielles Spurenelement und normaler Bestandteil der täglichen Nahrung. So enthalten z.B. alle Trinkwässer Fluorid. Der Einsatz von fluoridiertem Speisesalz das nur in der Kombination fluoridiertes und jodiertes Salz erhältlich ist, ist eine kollektive kariesprophylaktische Maßnahme, mit der auch Menschen erreicht werden, die sonst nicht in den Genuss präventiver Maßnahmen kämen. Mit Salzfluoridierung läßt sich eine kostengünstige und außerordentliche breitenwirksame Kariesprophylaxe durchführen. Durch den täglichen Genuss von fluoridhaltigem Salz wird eine kontinuierliche Fluoriddosierung garantiert und eine sehr effektive Basis für die Kariesprophylaxe sichergestellt.

Aktuelle Empfehlungen zur Fluorid-Prophylaxe

Fluoridierungen wirken besonders durch den direkten Kontakt mit der Zahnhartsubstanz karieshemmend. Wir empfehlen folgende, von den wissenschaftlichen Gesellschaften der Zahn-Mund- und Kieferheilkunde neugeregelten Vorbeugungsmaßnahmen:

  • Vor dem 6. Lebensmonat ist aus zahnärztlicher Sicht keine Fluoridzufuhr bzw. -anwendung notwendig.
  • Nach dem Durchbruch der ersten Milchzähne sollten diese einmal täglich mit einer höchstens erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta geputzt werden. Ebenfalls neu ist die Empfehlung von 0,05 % Fluoridgehalt in den Kinderzahnpasten.
  • Ab dem 3. Lebensjahr sollten die Milchzähne 2 x täglich mit einer erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta gereinigt werden. Zusätzlich sollte im Haushalt fluoridiertes Speisesalz, z. B. Jodsalz, als Regelsalz verwendet werden. Das dem Salz zugesetzte Fluorid wirkt als Schutzschild während des Essens und kann aufgrund des mehrmaligen, täglichen Kontakts für eine gute Dauerwirkung sorgen.<(li>
  • Ab Schulbeginn sollten die Kinder zum Zähneputzen eine normale Zahnpasta verwenden. Diese enthält 0,10 bis 0,15 % Prozent Fluoride. Die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz sollte beibehalten werden.
  • Fluoridlacke, -gelees oder -lösungen sind nur bei Kindern mit erhöhtem Kariesrisiko ab Schulbeginn indiziert.

Fazit: Lokale Anwendung von Fluoriden durch Zahnpasta und Speisesalz ist zu bevorzugen. Nur wenn die Zahnpflege ohne fluoridierte Zahnpasta bzw. die Speisezubereitung ohne fluoridiertes Speisesalz erfolgt, sollten Fluoridtabletten verordnet werden.